Review 2011

Eine laue Spätsommernacht, brachiale Sounds und ein Wahnsinnspublikum, das getanzt, gepogt, gemosht und offenbar viel Spaß gehabt hat – Das war in knapper Form „Rock die Burg 2011“.

Alles in allem war die achte Auflage des Festivals wieder ein voller Erfolg. Dem „Rock die Burg e.V.“, sowie allen Helfern, Securities und Mitverantwortlichen hat die letzte der drei Rocksommerveranstaltungen ebenso sehr viel Freude bereitet.

Dabei gab es noch kurz vor dem Beginn des Festivals teilweise technische Schwierigkeiten, da einer der Stromgeneratoren nicht richtig funktionieren wollte. Bis zum Einlassbeginn hatten wir das aber in den Griff bekommen und das Festival konnte starten. So tummelten sich nach einiger Zeit circa 1000 Besucher auf dem Platz, die bei 26° C offensichtlich viel Durst mitgebracht hatten. Viele haben dabei – wohl in vorwurstmarktlicher Stimmung – auf die Weinschorle zurückgegriffen, aber auch am Bier- und Softdrinkstand wurde ordentlich getrunken, wenn man nicht eine der dreihundert Gratis-Monster-Energy-Dosen abgegriffen hatte.

Musikalisch wurde auch in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite verschiedener Stilrichtungen aus dem Genre Rock geboten. „Radiated“ aus Frankenthal, die um 18:30 Uhr als Opener starten durften, spielten feinsten Punkrock, der das Publikum bereits gut in Stimmung brachte. Die Karlsruher Jungs von „The Haverbrook Disaster“ folgten und boten eine amtliche Hardcore-Show, die mit dementsprechenden Tanzeinlagen vom Publikum gefeiert wurde. Der erste Höhepunkt war dann mit der französischen Ska-Punk-Band „P.O. Box“ erreicht. Die Jungs erklärten vor ihrem Auftritt, dass sie nicht lustig seien, überzeugten dann aber die Besucher vom Gegenteil. So waren hier vor der Bühne jede Menge tanzende Besucher zu sehen. Dann betrat „Escapado“ aus Flensburg die Bühne, die feinsten Deutsch-Screamo ablieferten. Sie präsentierten ihr aktuelles Album „Montgomery Mundtot“ und die an manchen Stellen etwas nachdenklichen Zeilen, die Frontmann Felix Schönfuss in Richtung Publikum schrie, fanden sichtbar Anklang beim Publikum. Highlight war dann aber wieder der Auftritt von „His Statue Falls“, die bereits im vergangenen Jahr begeisterten. Sänger und Schreihals Alex Sauer riss die Menge vor der Bühne von der ersten Minute an mit und forderte alle auf, die Hände hochzunehmen. Der Platz folgte brav seinen Anweisungen, selbst am anderen Ende beim Essensstand wurde der Aufruf befolgt. So boten die Saarländer dem Publikum bis um halb eins eine energiegeladene Show, bevor sie sich dann mit einem großen Dankeschön verabschiedeten.

Über den gesamten Abend hinweg wurden auch viele Fotos gemacht, die man auf unserer Website oder auch auf anderen Internet-Plattformen anschauen kann.

Ein Novum in diesem Jahr war der von uns im Vorfeld eingerichtete Online-Shop auf unserer Webseite. So konnten nun endlich auch Besucher mit längerem Anfahrtsweg in den Genuss von Festivaltickets zum Vorverkaufspreis kommen. Diese Möglichkeit wurde auch gleich besser genutzt, als wir uns das selbst vorgestellt hatten, sodass wir den Shop in jedem Falle beibehalten werden. Außerdem neu in diesem Jahr war die Möglichkeit, einen Feedback-Fragebogen zum Festival auf der Website auszufüllen. Hier haben uns jede Menge Rückmeldungen erreicht, die uns zeigen, dass sich die Arbeit in jedem Falle lohnt. Nachlesen konnten wir hier Kommentare, wie dass Rock die Burg „eine gigantische Veranstaltung“, „ein Pflichttermin“ und „ein Rock-am-Ring im kleinen Format“ sei, was uns sehr erfreut hat. Uns erreichte aber auch Kritik, die in jedem Falle berechtigt war. Ein sich wiederholender Punkt war hierbei der nicht ausreichend ausgeleuchtete Weg hinunter zum Waldschlössl. Wir werden im nächsten Jahr versuchen uns an dieser und weiteren Stellen zu verbessern. Alles in allem war es für uns aber wieder ein sehr erfolgreiches Festival, selbst das Gewitter hat gewartet, bis fast alle Besucher den Heimweg angetreten hatten. Somit möchten wir uns hier noch einmal bei allen, die „Rock die Burg 2011“ möglich gemacht haben, bedanken. Ansonsten können wir von unserer Seite nur sagen, man sieht sich im nächsten Jahr!

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Flyer 20113.24 MB