Rock die Burg 2004

Wir schreiben das Jahr 2004. Eine Gruppe von Musikliebhabern im Alter von 16 bis 21 wird auf die Idee gebracht, mit Unterstützung der Stadt und des JuKiBs (Haus der Jugend) auf der Burgruine Hardenburg ein Rockfestival auf die Beine zu stellen, um die regionale Musikszene, die es in Bad Dürkheim und Umgebung ohne Zweifel gibt, zu fördern. So entstand ein Projekt, welches sich über die Jahre hin fest etabliert hat und nun sogar Zuschauer aus ganz Deutschland anlockt.

Viele von uns waren sich ehrlicherweise im Vorfeld des Ganzen nicht bewusst, was da für ein Haufen Arbeit auf uns zukommen würde, doch ein Selbstläufer, soweit konnten immerhin selbst denken, konnte es nicht werden. Fast ein ganzes Jahr Planung war notwendig, um ein Konzert mit dem Namen ROCK DIE BURG auf die Beine zu stellen, welches letztendlich doch nur 6 Stunden dauern sollte. „War das den Aufwand wert?“, hätte man ohne Probleme fragen können. Doch ich bin mir sicher, jeder einzelne Organisator würde mit einem klaren JA antworten. Monatelang stiefelten wir durch Geschäfte in der ganzen Umgebung, immer dieselbe Ansprache auf den Lippen: „Guten Tag, wir kommen vom Haus der Jugend in Bad Dürkheim und organisieren im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit ehrenamtlich ein Rockfestival. Da das Ganze so teuer ist, suchen wir händeringend nach Sponsoren, die auf unseren Werbeträgern erscheinen. Wir haben Ihnen hier eine Preisliste mitgebracht und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten.“ Immer wieder das Selbe, doch am Ende lohnte es sich, so dass wir mit Hilfe der Sponsoren ein Konzert auf die Beine stellen konnten, ohne große finanzielle Mittel. Dank der Stadt und der vielen kleinen Läden gelang es uns schließlich ein für das erste Jahr beachtliches Line-Up aufzufahren, das die Zuschauer begeistern sollte. Flyswatter, Con Orange, Never Promise, Sugarbird, Dave und Suffocate A Flaming Utopia, Radio Free Flamingo waren die Namen, welche auf unsern Flyern und Plakaten überall zu lesen waren.
Da wir keinerlei Erfahrung mit der Kalkulation von Kosten und Einnahmen hatten war es unglaublich schwer für uns mit dieser Aufgabe zu Rande zu kommen. Wir mussten uns einfach auf unser Gefühl verlassen und gingen dabei kein allzu großes Risiko ein. Doch eines war uns klar: Wenn das Wetter nicht mitspielen würde, dann würde wohl kein nächstes Rock die Burg mehr stattfinden.
Doch wir hatten Glück, denn es war strahlender Sonnenschein und mehr als 600 Gäste besuchten das Konzert. Also: ein voller Erfolg! Aber nicht nur für uns als Veranstalter, sondern auch für die zahlreichen Gäste, die sowohl von den Bands, als auch vom Ambiente des Burghofes beeindruckt waren. Viele kannten die lokalen Bands Dave, Sugarbird. Suffocate A Flaming Utopia und Radio Free Flamingo, die das Spektakel eröffnen durften, bereits und auch Con Orange war Vielen ein Begriff. Sogar Never Promise aus Hannover waren ein Publikumsmagnet, da die Jungs durch mehrere Shows in der Region im Vorfeld von ROCK DIE BURG viele von ihren Qualitäten als explosive Liveband überzeugen konnten. Das Highlight waren jedoch Flyswatter aus München, die durch einen Plattenvertrag, mehrere CD Releases und große Touren mit US Bands wie Boysetsfire, zu Recht als Headliner fungierten. Alles in allem bot dieser Abend jedem Einzelnen etwas Unvergessliches, da es so etwas im kleinen Kurstädtchen Bad Dürkheim bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben hatte.
Durch den großen Erfolg im ersten Jahr war es für und als Veranstalter ein Leichtes sich dafür zu entscheiden ROCK DIE BURG fortzusetzen.

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Flyer: Rock die Burg 20041.22 MB